Elefanten

Rettet Virungas Elefanten

Die Elefanten Afrikas stehen unmittelbar vor der Ausrottung. 1979 wurden noch 1.3 Millionen Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent gezählt, knapp 30 Jahre später, 2007 waren es nur noch 500'000. Seither hat die Elefantenwilderei in Folge stetig steigender Nachfrage nach Elfenbein im asiatischen Raum massiv zugenommen. Zwischen 2000 und 2012, d.h. in nur 12 Jahren, wurde die Population noch einmal um einen Viertel, also um weitere 100‘000 reduziert. Die grosse Nachfrage nach Elfenbein, das grosse Geld und die Korruption machen den Schutz der einmaligen intelligenten und sehr sozialen Landsäugetiere sehr schwierig. Im Kongo wurde der Bestand der Elefanten in den letzten Jahren um 90% dezimiert!

Im Virunga National Park sind von ehemals 3’600 Elefanten gerade noch 200 übrig und das Töten geht weiter.

Das Projekt "Save Virunga’s Elephants" besteht aus zwei Teilprojekten:

1. Das Congohound Projekt: "Die Parkpolizei"
Die Congohound Staffel ist ausgebildet, die Polizeiarbeit und Spurensicherung nach erfolgtem Delikt zu übernehmen und mit Hilfe von Spezialhunden sowohl die Spur der Wilderer zu verfolgen, als auch versteckte Waffen und Elfenbein zu finden. Da sich die meisten Elefanten des Parks im Savannengebiet im Zentrum des Parks befinden, welches im sogenannten Tsetse-Gürtel liegt, müssen zum Schutz der Hunde vor der gefährlichen Schlafkrankheit spezielle Zwingeranlagen gebaut und in den Rangerstationen, in denen die Hunde längere Zeit verbleiben, Tsetse-Fallen aufgestellt werden.
a) In fünf Ranger Stationen sollen solche Zwingeranlagen erstellt werden: Kostenpunkt: 10’000 CHF/ Zwingeranlage. Die Kosten von drei Zwingeranlagen sind durch Spenden von STAB und Wilhelma Zoo gedeckt. Für zwei weitere wird noch ein Sponsor gesucht.
b) Tsetse-Fallen: In den Stationen sollen 5-10 Tsetse-Fallen aufgestellt werden. Das Material, der Bau und der Unterhalt pro Falle wird auf 500 CHF / Falle geschätzt. Kosten: nicht gedeckt.

2. GPS-Halsbänder für die Matriarchin der verbleibenden Herden
Der Schutz der Berggorillas gehört zu den wenigen Erfolgsgeschichten des Artenschutzes der letzten Jahre. Der Bestand der Berggorillas war auf zirka 400 zurückgegangen, die Spezies stand kurz vor der Ausrottung. Danke dem grossen Einsatz der Ranger, welche unter Einsatz ihres Lebens die Berggorillas während Jahrzehnten bewacht und beschützt haben, ist es gelungen, die Population wieder zu verdoppeln. Dies zeigt deutlich, dass es möglich ist auch im höchsten Grade gefährdete und bedrohte Tierarten zu retten, wenn sie rund um die Uhr bewacht werden. Dies soll jetzt auch bei den Elefantenherden Virungas umgesetzt werden. Spezial-Rangerstaffeln sollen die Herden begleiten und rund um die Uhr beschützen. Das Problem bei den Elefanten ist, dass sie wandern und immer schwer aufzufinden sind. Jetzt soll die Matriarchin der bekannten Herden mit einem GPS-Halsband versehen werden, welches über ein gesichertes System ermöglicht, die jeweilige Position der Herden sicher zu bestimmen und somit die Rangerstaffel immer in der Nähe zu halten.

Vorgehen:
15 Herden sollen rund um die Uhr geschützt werden:
Kasali Mountains (Wald): 5 Herden
Lulimbi (Savanne): 6 Herden
Ishango (Savanne): 4 Herden
Nach Lokalisierung der Herde wird die Matriarchin von einem Helikopter aus sediert und ein Halsband angebracht, welches über ein gesichertes Satellit die aktuelle Position der Herde in Echtzeit durchgibt. Dies ermöglicht den Rangern die Herde rund um die Uhr zu bewachen und zu beschützen.

Kostenpunkte:
• Miete eines Helikopters
• Wildtierveterinär, welche die Sedation und Überwachung der Tiere übernimmt
• Medikamente
• Spezialhalsband mit GPS
• Satellitenverbindung / Elektronik in der Einsatzzentrale
• Unterhalt von Spezial-Rangerstaffeln, die die Herden rund um die Uhr bewachen
Geschätzte Unkosten: 10’000 CHF / Herde
Gesamtkosten: 150’000 CHF

Unten: Die hochintelligenten sozialen Tiere können sehr gut zwischen Freund und Feind unterscheiden, wie dieses berührende Foto beweist. Ein wilder Bulle besucht die Ranger und zeigt seine Dankbarkeit.